5
Jul
2008

...

Meine drei Schwestern sitzen
auf Felsen von schwarzem Obsidian.
Das erstemal kann ich in diesem Licht sehen, wer sie sind.


Meine erste Schwester näht ihr Kostüm für die Prozession.
Sie geht als Durchsichtige Dame
und alle ihre Nerven sind zu sehen.


Meine zweite Schwester näht auch,
am Saum über ihrem Herzen, das niemals vollständig heilte.
Sie hofft, daß diese Beklemmung in der Brust sich schließlich lockern wird.


Meine dritte Schwester starrt
auf eine dunkelrote Kruste, die sich westwärts weit draußen
auf dem Meer ausbreitet.
Ihre Strümpfe sind zerrissen, aber sie ist schön.



Adrienne Rich in:
Heide Göttner-Abendroth. Die tanzende Göttin. Prinzipien einer matriarchalen Ästhetik

26
Jun
2008

...

Eine Aufgabe der ISLA-Truppe wird es sein, jeden einzelnen Fall methodisch zu bearbeiten und dieses auch in aller Deutlicheit in einem gewissen Rahmen zu präsentieren. Ich setze hier nicht auf Einsicht der Täter, denn Gehirnwäsche lässt solche rationalen Strukturen nicht mehr zu. Das Fundament für eine Ausbreitung derartiger Systeme, der weitere Aufbau muß zerstört werden. Eine etwas andere Aufgabenteilung als diese hier wird notwendig sein, um das SS-Gefühl bei allen Beteiligten endgültig zu vernichten.

...

kali

Kali

25
Jun
2008

...

Nicht, wie wir normalerweise glauben, im 'dunklen Mittelalter' fanden die Hexenverbrennungen statt, sondern zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert, d.h. während und nach der Renaissance, jener herrlichen Zeit, in der - wie uns erzählt wird - der männliche Geist von Trübheit und Aberglauben befreit wurde. Während Michelangelo an Skulpturen arbeitete und Shakespeare seine Stücke schrieb, wurden gleichzeitig Hexen verbrannt. Tatsächlich ging die ganze westliche Aufklärung, gingen die männlichen Berufes des Arztes, Rechtsanwalts, Richters, Künstlers aus der Asche der zerstörten Frauenkultur hervor. Männer der Renaissance feierten die Schönheit des nackten weiblichen Körpers in ihrer Kunst, während die Körper leibhaftiger Frauen zu Tausenden um sie herum geschunden und verbrannt wurden.



"Der Teufel sitzt denen im Nacken,
die die Göttin verleugnet haben."


Aus:
Monica Sjöö

Jung

und unschuldig

...

.


Sie sagt: Wann immer ihr es nötig habt,
einmal im Monat,
am besten bei Vollmond,
sollt ihr euch zusammenfinden an geheimem Ort ...
Euch will ich Dinge lehren, noch unbekannt.
Und ihr werdet frei sein von Abhängigkeit ...
euren hohen Idealen treu bleiben;
euer Streben stets darauf richten.



Laßt euch durch nichts aufhalten oder ablenken ...
Mein ist der Kelch des Weins des Lebens
und der Kessel der Cerridwen ...
Ich bin die Mutter allen Lebendigen,
meine Liebe wird über die Erde ausgegossen ...
Ich bin die Schönheit der Grünen Erde ...
und der Weiße Mond zwischen den Sternen,
und das Geheimnis der Wasser.



Und die Sehnsucht in den Herzen der Frauen ...



Vor meinem Angesicht
laß dein innerstes Selbst sich entfalten
in Entzücken vor der Unendlichkeit ...



Wisse von dem Geheimnis:
Wenn du das, was du suchst,
nicht in dir findest,
wirst du es auch außerhalb nicht finden ...
Denn sieh,
Ich bin von Beginn an mit dir gewesen.



Und ich erwarte dich jetzt.



Sei gesegnet.





rose1jpg

...

Innerhalb des nächsten Jahres wird die ISLA eine Truppe aufbauen. Ihre Aufgabe ist der Schutz der Begegnungsstätte. Außerdem besucht sie die Mitglieder der Organisationen, die sich patriarchal faschistischer Methoden und Mittel bedienen. Ein Manuskript erteilt Auskunft.

Wer den Ausbau der ISLA und die Einrichtung einer Begegnungsstätte fördern möchte, kann sich mit mir in Verbindung setzen.



Köln, 25.06.08
Commander Morgaine
(Astrid190963)

...

PurpleRose

Juni 2008
Ein Rückblick
ohne Kommentar

23
Jun
2008

Das Außersichsein

wird in der patriarchalischen Gesellschaft in höchstem Maße unterdrückt.



Männer haben Angst davor, sie könnten ihren gesellschaftlichen Status als Gebieter oder Ehemann verlieren und als Sohn zu ihrer kosmischen Mutter zurückkehren. Sie fürchten, auf dem Höhepunkt des Orgasmus ihren Geist an den Kosmischen Geist zu verlieren, sie fürchten die Nähe zur Todeserfahrung (Ichverlust) und zum Wahnsinn ('lunacy', Hingabe an den Mond). Als Folge davon benutzen Männer, nachdem sie Körper und Geist voneinander getrennt haben, ihren Körper (bzw. Penis) als Instrument 'unbeteiligter' Erfahrung, sie würdigen die Sexualität zum Abwehrinstrument gegen die Liebe herab. Das tiefste Ich-Du-Erlebnis, dessen Menschen fähig sind - die einem Todesorgasmus ähnliche Erfahrung, bei der das Ich jede Abwehr aufgibt und eins wird mit dem Kosmischen Selbst - kann es im Patriarchat nicht geben, weil der Geist des Patriarchats alle Ekstaseerlebnisse seiner Geschöpfe ablehnt und verurteilt.



Der Mann hält also sein in sich selbst verkapseltes Ego aufrecht, während die Frau als fleischliches Objekt entpersönlicht wird. Wenn Frauen als 'sexuell passiv' und 'von Natur aus masochistisch' abgestempelt werden, hat das hochpolitische Gründe:
Entpersönlichte Sexualität gibt dem Mann die Möglichkeit, sein Ego, d.h. sein Eigentumsrecht aufrechtzuerhalten. Und es gibt keine starke selbstbewußte Frau, die ihn im Namen einer größeren Transzendenz in Frage stellen könnte. Jenseits des Ödlands der Verzweiflung, des Leidens und der Entfremdung liegen Göttinnen-Reiche unendlicher Freude und Erleuchtung - der Kriegsgott aber steht an der Grenze und will kein männliches Ego diese Grenze überschreiten lassen.



Im Christentum liegt die einzig erlaubte ekstatische Liebe jenseits des Körperlichen: Der 'reine, körperlose Geist' Gottes oder Christi darf geliebt werden. Heilige und Asketen mögen echte Gefühle erregter Leidenschaft für ihren abstrakten göttlichen Geliebten erfahren haben; die Mehrzahl der Christen wird jedoch von chronischen Schuldgefühlen gequält und ist nicht in der Lage, die Kluft zwischen 'himmlischer Liebe' und körperlicher Erfahrung zu schließen.




Jeder Versuch, der Sexualität zu entkommen,
führt zu umso größerem Verlangen




Nirgendwo ist Sexualität so stark herabgewürdigt - und Pornographie so einträglich - gewesen wie im Einflußbereich des Christentums. Der Augenblick, in dem Leben gezeugt wird, in dem die weibliche und männliche Energie sich verbindet - dieser Moment wird als tierische Zuckung abgetan, und das macht klar, wie sehr wir vom Leben getrennt sind. Die matriarchale Identifikation der Sexualität mit dem Heiligen - die Körper und Geist/Seele als Einheit sieht - stellte für den manipulativen Dualismus des herrschenden Patriarchats eine Bedrohung dar. Deshalb mußte die Sexualität ideologisch entwertet werden, während die Fortpflanzung gefördert wurde. Dies wurde erreicht, indem auf der einen Seite das männliche Verlangen akzeptiert, auf der anderen Seite das weibliche Fleisch aber verdammt wurde: Erst sollst du ficken, dann dafür Buße tun. Bis auf den heutigen Tag läuft die christliche Lehre darauf hinaus, daß wir für ein 'tierisches Verhalten' bestraft werden sollen, das die christliche Lehre selbst erfunden hat.



Die patriarchalische Tradition wird von einer höchst unheimlichen Trinität beherrscht: Vergewaltigung, Völkermord und Krieg. Und Gott der Vater legitimiert in Lehre und Wirken alle irdischen Patriarchen: Arbeitgeber, Sklavenhalter, von Männern beherrschte Institutionen sowie Funktionsträger in Kirche, Staat, Universität, Justiz, Medizin, Militär, die diese Entwicklung in die Tat umsetzen. Grundlage dieser jahrhundealten imperialistischen Tradition ist die Herrschaft des männlichen Geistes über die weibliche Stofflichkeit. Die christliche Theologie hat ihre Lehren darauf aufgebaut, und auch für wirtschaftliche und politische Interessen ist dieses Verhältnis benutzt worden. Es erfordert die sexuelle und die intellektuelle Vernichtung der Frauen. Alles Lebendige - seien es Menschen, Tiere, Pflanzen, Urwälder, Berge, Meere - das als weiblich, d.h. als stumme Materie angesehen wird, darf vom Alles-erobernden männlichen Geist ruhig in die Luft gesprengt, niedergewalzt, ausgebeutet oder 'verbessert' werden; die Kirche gibt ihren Segen. In der jüdischen wie in der christlichen, der islamischen und der buddhistischen Kultur gelten Frauen als eine Art Fehlentwicklung. Die Natur ist eine Fehlentwicklung. Das Leben selbst ist ein Fehler, und der männliche Geist wurde geschaffen, ihn auszugleichen.



"Um ein vollentwickelter Mensch zu werden, muß man als Mann geboren sein", sagt Thomas von Aquin. Der orthodoxe Hebräer dankt seinem Gott jeden Morgen, daß er nicht als Frau zur Welt kam. "Der Mann ist nicht aus der Frau entstanden, sondern die Frau aus dem Mann", sagt Paulus. "Von allen wilden Tieren ist keines so gefährlich wie die Frau", sagte der Heilige Johannes Chrysostomos (345 - 407 u.Z.) "Die Frau in ihrer höchsten Entwicklungsstufe ist dazu bestimmt, dem Mann zu dienen und zu gehorchen", sagte John Knox. "Welch ein Unglück, eine Frau zu sein! Das größte Unglück jedoch ist es, dieses Unglück nicht zu erkennen", sagte Sören Kirkegaard.



Aus:
Monica Sjöö
http://independentsla.blogspot.com/2008/06/ekstase.html

21
Jun
2008

Ekstase

ist der Tanz der einzelnen mit dem All.


Ek-stasis: Ekstase ist das Heraustreten aus sich selbst und bedeutet damit verbunden die Aufhebung des konditionierten Geistes. Das ganze Leben wurde als Teilnahme am spirituellen Ganzen, das die Göttin verkörperte, erfahren. In dieser magischen Einheit waren Ekstase und verantwortliches Handeln (das heißt Empfänglichsein und Antwortgeben) eins. Die Verbindung zur Göttin wurde daher schon in frühester Zeit durch ihr wesensgleiche, zur Ekstase fähige Frauen hergestellt - durch Schamaninnen und Seherinnen. Im Trance-Zustand waren sie verantwortlich dafür, daß die Energiebahnen zwischen Individuum, Gruppe und kosmischem Ursprung offengehalten wurden. Sie heilten, übertrugen Lebenskräfte und brachten sie ins Gleichgewicht.


Es ist bemerkenswert, daß bis auf den heutigen Tag in allen patriarchalen Weltreligionen immer noch 'Frauengewänder' die offizielle Priestertracht sind und daß männliche Priester die Rolle einer Art 'männlicher Mutter' einnehmen. Bei sibirischen Stämmen gibt es männliche Schamanen, die symbolische 'Brüste' auf ihren Gewändern tragen. Männer wurden die neuen Priester des Vater-Gottes, aber Frauen blieben die Schamaninnen ('Hexen') der ekstatischen Mutter.


In uns allen, im Innersten des Wesens, ist das Wirken des Universums - Ihr Wesen - allgegenwärtig.




Mein Ich ist Gott,
ich erkenne mich nicht außer in Ihr.




Ekstase ist die einzige Möglichkeit für die Seele, sich in der Vereinigung mit der Göttin zu verlieren. Auch einige männliche Philosophen wußten das. So sagt zum Beispiel Martin Buber:
Im Schoß der Mutter war die ungeteilte Welt, die der Form vorausgeht. Bei der Geburt vergessen wir das, aber wir vergessen es nie ganz. Die Erinnerung an jene ungeteilte ursprüngliche Welt lebt fort als 'geheimes Wunschbild', und das ist die wahre Bedeutung des 'Wunsches, in den Mutterleib zurückzukehren'. Es ist ganz und gar nichts Pathologisches, sondern stellt ein natürliches Verlangen dar, die kosmische Verbindung wiederherzustellen.



Aus:
Monica Sjöö, Barbara Mor, Wiederkehr der Großen Göttin. Die Religion der großen kosmischen Mutter und ihre Vertreibung durch den Vatergott

24
Nov
2007

"Temples of Damanhur",

an amazing underground temple outside of Turin in Northern Italy. The temples are the visionary inspiration of Oberto Airaudi, an Italian insurance broker. Over the last twenty years Oberto has been constructing the opulent and ornate temples deep underground, assisted by other artists and volunteers who shared his astonishing vision. (via)

Website Tempel

21
Aug
2007

Avalon

Manchmal wünsche ich mich auf die Insel. Nur noch Ruhe haben. Und Frieden.

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SpiegelmitKerzenhalter1


Spiegel mit Kerzenhalter

9
Aug
2007

Der Gehörnte Gott

Der Gehörnte Gott ist fast so alt wie die Große Erdmutter. Er ist der Gott der Natur, der Herr der Wälder und der Tiere. Er tanzt auf den Wänden der prähistorischen Höhlen von Lascaux, teils Mensch, teils Hirsch. Umgeben von den Tieren, von denen das Leben ebenso abhing wie von den Pflanzen der Erde, ist er der Gott ihrer Lebenskraft. Seine Gestalt, als Gott oder Schamane, ist auf die Wände dieser tiefen Höhlen gemalt, denn er ist auch eine Kraft der Fruchtbarkeit, die die große Mutter Erde befruchtet, aus welcher die Tiere geboren werden. Gehörnte Götter sind Götter von tierischer Kraft, der Sexualität und der Stärke, der Freiheit und der Instinkte, der Wildheit und des Körperlichen (diese Quellen verkörpern sie auf eine Weise, wie man sie beim Grünen Mann und dem Sonnengott nicht findet).
Wenn Sie die Bekanntschaft dieser mächtigen Kraft machen, kann alles nur Erdenkliche geschehen, denn der Gehörnte ist eine Macht, die man invoziert, um die angenehmste Magie von allen auszuüben. Der Gehörnte Gott drückt die Heiligkeit der Erde aus, die Gegenwart der göttlichen Männlichkeit in der Welt. Er ist der Hirsch oder der Gott mit dem Geweih, der bei den Kelten und Briten Herne oder Cernunnos hieß; und er wird als Stier dargestellt bei den Griechen, den Römern und Ägyptern: als Dionysos (und als Minotauros); als Poseidon, Neptun, Apis und Osiris. Und er ist zugleich der geile bocksfüßige Gott und Pan, den man in der ganzen vorchristlichen Welt kannte und der in Wirklichkeit keinerlei Ähnlichkeit mit dem biblischen Dämon Satan besitzt – sein ziegenhaftes Bild wurde lediglich von der Kirche missbraucht, um den Satan darzustellen, was dazu diente, den heidnischen Gott zu dämonisieren.



Wie die Göttin vereint auch er die Gegensätze –denn er ist sowohl der Jäger wie die Beute. Er ist die Erinnerung daran, dass auch wir Teil des Lebenskreislaufs sind und dass wir zwar Tiere jagen und töten, selbst aber ebenso zu ihrer Beute werden, wie wir ja auch die Beute der Götter sind. Der Gehörnte Gott ist die Kraft, die uns mit unseren tierischen Geschwistern vereint und uns an unsere Verpflichtungen ihnen gegenüber gemahnt, so wie sie ihre Verpflichtung gegenüber uns wahrnehmen, indem sie ihr Leben aufopfern, damit unseres weitergeht. Seine Form, teils Mensch, teils gehörntes Tier – ob Stier oder Hirsch oder Ziegenbock – erinnert uns daran, dass auch wir teilweise tierischer Natur sind.
Und in diesem tierischen Aspekt, das wissen alle Schamanen, liegt eine göttliche Weisheit, Macht und Magie, ohne die Sie selbst als Hexe nicht leben können, und ohne die wir als Gattung nicht überleben werden.
Jeder Schamane arbeitet mit Geistführern und Krafttieren, die ihn auf seinen Reisen zwischen den Welten leiten. Tiere verfügen über profunde spirituelle Weisheit und werden ihr Wissen um das Ausüben der Magie mit uns teilen, wenn wir unsererseits nur lernen zu fragen und aufzupassen.



Der Gehörnte Gott ist auch die Macht unserer Instinkte, unsere Fähigkeit, Gefahr zu ‚riechen’, um sofort alles über eine Situation oder eine Person zu wissen, was wir brauchen. Der Gehörnte Gott ist wöchentlich bei meinem Mann präsent, wenn er spätnachts von New York nach Long Island fährt. Seine Instinkte sind schier unheimlich geworden, und er kann die Anwesenheit eines Verkehrspolizisten, der mit seiner Radarpistole in einem Streifenwagen sitzt, schon meilenweit vorher spüren.
Und der Gehörnte Gott ist auch die Macht leidenschaftlicher Sexualität, die uns inspiriert und antreibt, wenn wir im Rausch der Leidenschaft immer tierhafter werden. Die Welt ist voller Magie, aber wir brauchen unser tierisches Selbst, um sie zu spüren und zu genießen. Der Gehörnte Gott ist Ihr Führer. Rufen Sie ihn an, und erfüllen Sie ihren Weg mit seiner Magie.



(Praktik für Fortgeschrittene) …



Der Gott als Kriegerkönig

Der einzige Gott, dem man ein Schwert anvertrauen darf, ist ein Gott, der auch tanzen kann, denn nur einem Gott, der das Leben liebt, darf man die Macht über den Tod anvertrauen. In den Ritualen, die ich einst lernte, gibt es einen besonders machtvollen Punkt, da nämlich der Gott sein Schwert zu Füßen der Göttin niederlegt. Was hat das zu bedeuten? Es bedeutet, dass der Tod – als Krieger, als Jäger, als Zeit, als Teil des Energiekreislaufs im Universum – dem Leben dient. Die Macht des Kriegers dient keinen Drogenbaronen, umweltverschmutzenden Multis, machtpolitischen Feldzügen und auch korrupten Politikern. Sie dient nicht der Habgier, dem Terror, der Unterdrückung, der Frauenfeindlichkeit, der Tyrannei, der Gewaltlust und auch nicht dem chauvinistischen Patriotismus. Sie dient allein dem Leben. Der Gott als Krieger schützt und verteidigt, als Jäger ernährt er, vor allem aber verehrt er das Leben. Deshalb umschließt ihn die Göttin, worauf der Gott zu einem Gott der Liebe wird, dessen Gabe die Macht der Wiedergeburt ist.



Aus:
Phyllis Curott,
Spirituelle Magie. Die hohe Kunst der Heiler und Hexen, Wilhelm Heyne Verlag, München 2005

Keywords:
Apis, Cernunnos, Dämon, Dionysos, Energiekreislauf, Gender, Gendercoaching, Gender Coaching, Gender-Coaching, Gehörnte Geistführer, Gott, Göttin, Grüner Mann, Herne, Hexe, Heiler, Heilerin, Hirsch, Jäger, Krafttier, Krieger, Instinkt, Magie, Minotauros, Neptun, Osiris, Pan, Poseidon, Satan, Schamane, Schamanin, Schwert, Sex, Sexualität, Sonnengott, Stier, Tod, Ziegenbock
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